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Gastronomie entwickelt von Sachverständigen.



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Unterwegs mit einem Gastro-Experten

WAZ/19.05.2006 / LOKALAUSGABE / DUISBURG

Unterwegs mit einem Gastro-Experten:

Szenario besuchte mit dem Sachverständigen
Sven Söhnchen das Dellviertel.

Sein Urteil:
Das Potenzial für ein gastronomisches Highlight hat das Quartier.
Die Lokale sollen ihre Facetten unterstreichen


Von Zlatan Alihodzic

"Dieser Platz ist tot", sagt Sven Söhnchen, gleich nachdem er den Dellplatz betreten hat. "Dieser Platz ist tot", sagt er auch, nachdem er eine Stunde dort verbracht hat. Szenario spazierte mit dem Sachverständigen und Gastronomie-Berater durch das Dellviertel. Sein Eindruck: Duisburg kann sich neben
dem Innenhafen ein weiteres gastronomisches Quartier leisten, aber dafür muss noch einiges getan werden.

"Es gibt keine gute oder schlechte Gastronomie. Aber es gibt gut und schlecht geführte Gastronomie", sagt der Experte aus Hagen. Vor der Dell-Klause stehend deutet er sofort auf dem Bürgersteig. "Hier könnte man wenigstens
einen Tisch hinstellen, das würde diese ,Bier-und-Korn-Kneipe' schon sehr aufwerten", erklärt Sven Söhnchen. So unterschiedlich das Publikum ist, fordert er gleiches auch für das Cafe´ Graefen.

"Warum geht man hier nicht nach draußen? In anderen Ländern hätten die Gäste das selbst in die Hand genommen." Das Restaurant "La Gioconda" punktet nur
mit Abzügen in der Außengastronomie. "Man darf sich nicht hinter den Beton-Blumenkübeln verstecken. ,Sehen und gesehen werden'
ist nicht nur ein Spruch", sagt Söhnchen.

Am Webster angekommen blickt der Gastro-Fachmann ein wenig ratlos.
"Als Außenstehender ist das ein bisschen undurchsichtig. Man sieht nicht, was zu welchem Lokal gehört. Die eigenen Facetten sollten unterstrichen werden." Lange Wartezeiten, die es in manchen Kneipen gibt, sind für Söhnchen inakzeptabel.

"Selbst der coole Szene-Kenner möchte hofiert werden, wenn er abends weg geht und Geld ausgibt", erklärt er. Unbedingt müsse der trostlose Dellplatz
mit in das Geschehen einbezogen werden. "Die großen Läden müssen diesen Weg zusammen gehen, vielleicht auch ein Jahr lang experimentieren. Dann kann
der Dellplatz zu einem gastronomischen Highlight werden - das Potenzial dafür hat er."




 

 


©2006 Norbert Rupp - Sven Söhnchen